Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Jenny Plank – Social Media Manager

 

Mit dem Thema Bewertungen setzt sich wohl jeder Facebook-Seitenbetreiber irgendwann auseinander. Die große Frage ist: Braucht man Bewertungen, und wie geht man als Unternehmen damit um?

Eine Studie von „Bright Local“ hat gezeigt, dass rund 85 Prozent aller Befragten die Bewertungen von lokalen Unternehmen lesen und 57 Prozent entscheiden sich für Firmen mit 4 Sternen und mehr. Bewertungen sind also nicht nur ein aktuelles Thema, sondern auch zu einem gewissen Grad machtvoll.

Seit nunmehr einem Jahr hat Facebook ein neues Bewertungssystem. Seitdem haben die Nutzer nicht mehr nur die Möglichkeit der Sterne-Vergabe, sondern können auch noch eine Empfehlung abgeben. Zudem muss ein Text mit mindestens 25 Zeichen eingegeben werden. Aus all diesen Informationen errechnet ein Algorithmus dann eine Bewertung.

Der Vorteil für Unternehmen ist, dass es nun deutlich mehr schlechte Empfehlungen braucht, um in der Bewertung zu sinken. Nachteil des Ganzen ist, dass es schwieriger wird zu differenzieren und vor allem, dass die Bewertungen auch über Facebook hinausgehen. Beispielsweise zeigt Google in den Suchergebnissen oft die Bewertungen in den sozialen Medien an und so kann das auch schlechte Auswirkungen auf das SEO, also die Suchmaschinenoptimierung,  haben.

Es empfiehlt sich also, die Bewertungsfunktion nur einzuschalten, wenn sie auch etwas bringt, wie bei lokalen Unternehmen, Bars und Hotels. Im B2B-Bereich ist es wenig sinnvoll.

Bei weniger als 4 Sternen: Funktion ausschalten

Gleichermaßen sinnlos ist es auch die Funktion einzuschalten, wenn man weniger als 4 Sterne hat. Hier gilt die Devise: Besser keine Bewertung als eine schlechte. Und sollte man weniger als 4 Sterne haben, ist es wohl an der Zeit zu überlegen, wie man die Bewertung positiv beeinflussen kann. Für den Fall dass man bereits Bewertungen hat, sollte man Stellung nehmen – egal, ob positiv oder negativ. Nutzer lesen sich nämlich vor allem die negativen durch, und hier kann das Unternehmen Rückgrat beweisen.

Ein nicht zu übersehender und oft missverstandener Punkt ist, dass eine Seitenempfehlung nicht etwa ein Pinnwandpost auf der Unternehmensseite ist, sondern vielmehr persönlicher Pinnwand-Post mit der Erwähnung eines Unternehmens. Somit kann er weder vom Unternehmen beeinflusst, noch von ihm entfernt werden. Also ist es von Vorteil, nur gute Bewertungen zu erhalten

Freundlichkeit als Erfolgsfaktor

Freundlichkeit ist der Schlüssel, denn das Beste ist, nicht nach einer Bewertung zu fragen, sondern den Nutzer direkt beim Check-in darum zu bitten. Wenn der Nutzer den Check-in mit etwas Positiven verbindet, wird er nicht zögern. Das Unternehmen kann ihm zudem noch ein Goodie anbieten. Beispielsweise kann eine Bar einen Gratis-Kaffee bei einem Facebook-Check-in vor Ort anbieten.

Es gibt viele Möglichkeiten, um hier Plus-Punkte zu sammeln. Wichtig ist das Potential der Facebook-Bewertung zu erkennen, sich aber auch mit den zahlreichen Möglichkeiten der Reaktion auseinanderzusetzen.

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