Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Marita Wimmer – Leiterin der digitalen Werbeagentur

 

Es ist ein altbekanntes Marketinginstrument, das gerade wieder einen Aufschwung erlebt: der Coupon. Anfang der 1960er Jahre trat die bekannte Rabattmarke erstmals auf den Plan und kam vor allem in den USA zu voller Blüte. Sie gewährte Vorteile in Form einer Preissenkung oder einer Zugabe beim Kauf eines vom Herausgeber festgelegten Produkts. Als Werbungsinstrument ist die Rabattmarke heute fester Bestandteil eines umfassenden Marketing-Plans.

Was früher aber in erster Linie dazu benutzt wurde, um Kunden ins Geschäft zu locken, verwendet man heute zur Gewinnung von Kundendaten und für die Intensivierung der Kundenbindung. Hier gibt es vor allem 2 wichtige Couponing-Maßnahmen: der Rabatt und die Zugabe.

Gutscheine: Mit Rabatten zum Erfolg

Mit klassischen Rabattgutscheinen werden Kunden Preisvorteile angeboten, wenn sie das mit dem Coupon beworbene Produkt beim entsprechenden Händler kaufen. Meist werden diese Gutscheine auf einen Aktionszeitraum beschränkt oder gelten erst ab einer bestimmten Mindestabnahme. Zudem gibt es noch den Initial-Coupon, einen Rabattgutschein, der neue Kunden ansprechen und die Kaufentscheidung begünstigen soll.

Bei der Zugabe heißt es bekanntlich oft „3 kaufen, 2 zahlen!“. So funktioniert der Warengutschein, bei dem der Kunde beim Erwerb eines bestimmten Produkts ein weiteres gratis dazu bekommt. Wie der Rabattgutschein dient auch der Warengutschein der Generierung von Mehrumsätzen.

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Neue Kunden gewinnen, treue Kunden behalten

Die 2 genannten Methoden dienen vor allem zur Kundengewinnung. Die zweite Aufgabe, die ein modernes Coupon-System übernimmt, ist die Kundenbindung. Um Kunden nach dem Kauf eines Produktes zu einem erneuten Besuch des Geschäfts oder Online-Shops zu motivieren, werden zusammen mit der Quittung oft sogenannte After-Sales-Coupons ausgegeben. Diese können in Form von Rabattgutscheinen für den nächsten Kauf ausgehändigt oder auch als Sammelaktion gestartet werden, die den Sammeltrieb des Kunden ansprechen soll. Der Bonus kommt hier erst zum Tragen, wenn die Sammlung (beispielsweise in Form von Klebemarken) vervollständigt ist.

In Kombination mit Kundenkarten-Systemen lassen sich Rabatt- oder Warengutscheine in Form von Pre-Sales-Coupons zur Kundenbindung einsetzen. Dabei werden die Gutscheine per E-Mail oder auch per Post an den Kundenkarteninhaber verschickt, um diesem einen Treuebonus zu offerieren.

Gutschein-Strategien clever einsetzen

Um das Leistungsspektrum von Couponing-Strategien voll auszuschöpfen, bietet sich eine logische Integration verschiedener Coupon-Systeme in einen Marketingplan an. Großes Potenzial wird dem Couponing im Online-Handel zugeschrieben. Immer mehr Internetnutzer sind sich der Rabattmöglichkeiten bewusst, die ihnen Online-Coupons bieten und viele suchen im Internet gezielt nach dem Begriff Gutschein in Kombination mit gewünschten Marken oder Produkten. Aufgabe der Onlineshop-Betreiber ist es nun, den richtigen Mittelweg zwischen verkaufsförderndem Coupon-Marketing und der Reduzierung der Margen zu finden.

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