Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Alex Mayr – Key Account Manager Digital

 

Ob lokale stationäre Geschäfte oder Online-Händler – die Digitalisierung verändert das Einkaufen an beiden Orten gleichermaßen. Kunden haben neue Anforderungen an die Verfügbarkeit von Produkten, die Transparenz von Preisen und das Einkaufserlebnis an sich. Darauf müssen die Händler reagieren – egal, ob lokal oder online.

Der deutsche Digitalverband Bitkom hat dazu eine Umfrage durchgeführt – mit einem etwas überraschenden Ergebnis: Etwa 75 Prozent der Befragten finden den stationären Handel teurer als Online-Shops, jedoch schätzen 83 Prozent die Warenprüfung vor Ort und den Sofortkauf. Zu den Befragten zählten 1152 Internetnutzer ab 14 Jahren.

Rund 77 Prozent aller Online-Shopper sagten im Rahmen der Bitkom-Recherche, dass sich der Handel in den Innenstädten neu erfinden muss, denn er könne mit den Preisen im Internet nicht mehr mithalten. Allerdings sagten lediglich 29 Prozent der Befragten, dass Online-Shops im Zuerst begutachten und probieren, dann kaufen: Das schätzen auch Online-Shopper am stationären Handel. Vergleich zum stationären Handel den besseren Service haben.

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Auch in anderen Belangen hält der Offline-Handel sein Standing beim Kunden: In den Augen der Online-Shopper sind die wichtigsten Vorteile des Kaufs im stationären Handel, dass man das Produkt anfassen, begutachten und testen kann, bevor man eine Kaufentscheidung trifft. Weiters positiv: Dass man das Produkt sofort mitnehmen und damit Versandkosten sparen kann sowie die persönliche Beratung.

Das Ergebnis der Umfrage ist grundsätzlich keine Überraschung: Verbraucher schätzen es, sowohl online als auch offline einzukaufen. Die Kunden wollen das Beste aus beiden Welten – und das nahtlos. Sie möchten online schauen können, ob ein Kleidungsstück im Laden in der entsprechenden Größe vorliegt. Im Geschäft schätzen sie dann den Service. Es gilt für den Händler, hier eine Verbindung zwischen diesen beiden Welt herzustellen, damit der Interessierte bei ihm kauft.

Das belegt auch die Studie: Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass durch die Digitalisierung Online- und Offline-Handel miteinander verschmelzen. Es liegt nun am Handel, entsprechende Konzepte und Angebote nachzulegen, um ein nahtloses Einkaufen – egal über welchen Kanal – zu ermöglichen. Die Technologien sind da, und solange der Kunde immer noch König ist, liegt es im Sinne der lokalen Geschäfte, das „Erlebnis Einkaufen“ so interessant wie möglich zu gestalten.