Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

So funktioniert digitales Marketing: Tobias Rossi ist Digital Marketing Manager bei Südtirol Online Marketing

Wer kennt sie nicht, die allgegenwärtigen, kleinen, gelben Gesichter? Und mal ehrlich, in dieser schnelllebigen Zeit, kann man sich doch eine Kommunikation ohne Emojis gar nicht mehr vorstellen, oder? Warum etwas kompliziert in Worten erklären, wenn ein kleines lächelndes Emoji genügt?

Im Schnitt werden pro Tag rund 10 Milliarden Emojis verschickt, und laut einer Studie haben 95 Prozent der Internetnutzer schon einmal eines versendet. Emojis sind die „beliebteste Sprache im Internet“. Es ist also an der Zeit, die kleinen süßen Dinger auch für Marketingzwecke zu verwenden.

Auch im Internet-Marketing dreht sich alles mehr und mehr um das Storytelling. In in der Theorie könnten sich Unternehmen viele Worte sparen, wenn sie es schaffen würden,  ihre Botschaften mit passenden Smileys zu emotionalisieren.

Zum einen können Emojis auf kurze, prägnante Weise die Story übermitteln und zum anderen  –  das ist ein riesiger Punkt auf der Plus-Seite – können Emoji-Marketing-Kampagnen im Prinzip sprachübergreifend gesehen werden, denn sie können fast allerorts entschlüsselt werden.

Dabei machen es – wie so oft –  die großen Unternehmen vor: McDonalds benutzte bereits 2015 in seiner Storytelling-Kampagne normale Alltagssituationen und erzählte den Plot geschickt mit passenden Emojis. Ein großer Vorteil: Die Geschichte kann noch so banal oder langweilig sein, mit Emojis erzählt bekommt sie nicht nur einen Wiedererkennungswert, sondern wirkt auch amüsant und bringt ein kleines bisschen Rätselraten ins Spiel.

Ikea ist noch ein ganzes Stück weitergegangen und hat in den Niederlanden eigens für den Einrichtungskonzern kreierte Emojis unter die Leute gebracht. Darunter finden sich neben zahlreichen markentypischen Einrichtungsgegenständen als Symbole auch die berühmten Fleischbällchen Köttbullar.

Der virale Erfolg des Taco-Emojis ist unter anderem der Gastronomie-Kette „Taco Bell“ zu verdanken, die sich mit der Petition „The Taco Emoji Needs To Happen“ für das leckere Emoji eingesetzt hat. Und für Engagement, Markenbekanntheit und Publicity sorgte der Lieferdienst Domino’s, auf dessen Twitter-Seite die amerikanischen Nutzer einfach mit einem Pizza-Emoji Pizza bestellen konnten.

Für eine erfolgreiche Nutzung von Emojis sind jedoch ein paar Punkte zu beachten:

-Als erstes ist es wichtig, die passenden Emojis für die Unternehmensbotschaft zu finden. Dafür einfach mal im Internet auf Emojipedia stöbern.

-Danach kann ein Unternehmen die Botschaft emotionalisieren und dabei mit den kleinen Gesichtern spielen. Hier kann auch einfach mal ohne Text  und  nur mit Emojis  gearbeitet werden.

Ein wichtiger Punkt, bei dem wirklich Vorsicht geboten ist: Emojis, die zu Fehlinterpretationen führen könnten, sollte man auf jeden Fall vermeiden. Es gibt einige Emojis, die missverständlich sind oder aber im allgemeinen Sprachgebrauch eine andere Verwendung finden. Finger weg davon! Am Ende sollten die Botschaften unbedingt auf verschiedenen Endgeräten geprüft werden, denn die Symbole werden nicht selten unterschiedlich angezeigt.

Sicherlich sind Emojis mit einem Augenzwinkern zu betrachten, jedoch ist es Fakt, dass heutzutage die Unternehmen und die Kunden dieselbe Sprache sprechen müssen. Und ehrlich gesagt haben sich Emojis schon seit vielen Jahren im Sprachgebrauch etabliert, warum sollten sie dann nicht für vielversprechende, spannende oder auch nur lustige Marketingaktionen verwendet werden.

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