Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Kevin Stark – Sales Manager

 

Nicht nur in den Sozialen Medien, sondern auch im Internet selbst dreht sich seit einer ganzen Weile alles um die sogenannte Vanity Metrics, also Zahlen, die gut klingen, aber keine Aussagekraft über die Performance eines Profils oder einer Internetseite besitzen.

Das Wort Vanity Metrics wird wohl den wenigsten bekannt sein, aber jeder kennt sie: Die nach oben zeigenden Daumen auf Facebook oder die kleinen süßen Herzen auf Instagram. Sie haben die Sozialen Medien verändert und das nicht unbedingt zum Guten. Klar ist, dass Bilder mit vielen Likes mehr Reichweite haben und somit noch mehr Likes generieren. Dasselbe gilt auch für YouTube und dessen beliebteste Videos. Hier kommt noch etwas hinzu: Je mehr Views ein Video hat, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auf Position 1 landet. Weitere Interaktionen wie Kommentare, Shares und Likes spielen eine zusätzliche Rolle. Alles schön und gut, aber es gibt ein Problem: Durch die Gier nach Likes passt die Qualität der Inhalte oft nicht mehr mit Anzahl der Views zusammen.

Kurz gesagt, die Reichweite und Beliebtheit der Videos oder der Bilder kann noch so groß sein, sie erfüllen keinen Zweck im Marketing-Segment, wenn die Conversion fehlt. Und sie fehlt tatsächlich.

Diese Entwicklung ist ein Problem, und das sehen Instagram und Facebook selbst. Nicht ohne Grund werden Feeds ohne die Anzeige von Likes getestet. Das kann natürlich dazu führen, dass die Interaktionen sinken, jedoch steigt damit eindeutig die Qualität der Kommentare, Shares und Likes.

Ein weiterer zu beachtender Punkt ist die Art und Weise, wie Inhalte geteilt werden. Beispielsweise könnten unter einem Beitrag von Facebook 50 Shares stehen. Dass dieser jedoch 500 Mal mit dem Facebook Messenger geteilt wurde, ist nicht sichtbar.

Nun zu den Storys: Sie stellen wahrlich alles auf den Kopf. Die Storys haben gezeigt, wie es wirklich sein sollte. Interaktionen sind hier nicht sichtbar und Reaktionen sind privat. Und genau das macht sie so erfolgreich. Spontanere Kommunikation und der private Austausch stehen hier klar im Vordergrund.

Soziale Medien ohne die großartigen Vanity Metrics wie Likes und Followerzahlen sind erstmal ungewohnt, wären aber – wie man am Erfolg der Storys sieht – der richtige Weg. Denn so würden all diejenigen Profile wegfallen, die nur auf Zahlen und nicht auf Inhalte geachtet haben. Das wäre ein riesiger Sprung für die Qualität.

Doch vorerst ist es noch ein weiter Weg bis dahin und Unternehmen täten gut daran, gleich mit der Erstellung sinnvoller Inhalte zu beginnen. Klar sind Likes und Followerzahlen immer noch fester Bestandteil von sozialen Netzwerken. Das wird sich auch nicht ändern. Doch in Zukunft wird wohl viel mehr Wert auf den persönlichen Austausch, auf einen Mehrwert für Nutzer und auf die Qualität der Inhalte gelegt werden. Und dann wird es endlich wieder spannend auf den Plattformen.

 

[email protected]