Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Marita Wimmer – Leiterin der digitalen Werbeagentur

 

Seit Jahren hält sich der Hype um das Thema Storytelling, und das zu recht. Das Geschichtenerzählen gilt als Dauerbrenner im Onlinemarketing: Wer liest nicht gerne eine gute Geschichte?

In jeder guten Geschichte geht es um einen Helden – übersetzt für das Onlinemarketing: um ein Produkt. Wie es genau geht, machen die großen Unternehmen vor. Dabei sorgen kleine Geschichten rund um Alltägliches für große Aufmerksamkeit. Beispiele sind der Baumarktbetreiber Hornbach mit dem Video „Sag es mit deinem Projekt“ oder auch die Videogeschichte von Ikea „Start Something New: The unlimited potential of a chair“.

Mit ihren Geschichten begeistern diese Unternehmen ein Millionenpublikum. All diese Geschichten haben gemeinsam, dass man Jahre später noch darüber spricht, sich erinnert oder sie es wert sind, im Internet geteilt zu werden. Der Leser oder Zuschauer wird emotional gepackt, kann mit dem Protagonisten mitfühlen. Es baut sich Spannung auf, es gibt Höhen und Tiefen und am Ende hüpft das Herz vor Glück.

Jeder kennt Luke Skywalker und Harry Potter. Man muss weder ein Buch gelesen noch einen Film gesehen haben, um zu wissen, wer die Figuren sind. Allein das Nacherzählen dient dem Wiedererkennungswert. Dabei sind die Helden in den meisten Geschichten keine Überflieger, sie sind „Normalos“. Jeder kann sich mit ihnen identifizieren.

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Doch wie können Unternehmen nun Storytelling innerhalb ihrer Onlinemarketing-Strategie einbringen? Nun, Geschichten wecken Emotionen und setzen sich im Gedächtnis fest. Genau das will auch eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung erreichen. Der Kunde muss sich mit der Vision eines Unternehmens identifizieren können und muss daran glauben, dass ein Produkt für ihn nützlich ist.

Stories lassen sich längst nicht nur in Videos kommunizieren, auch Texte sind je nach Zielgruppe sinnvoll für das Transportieren von Botschaften, die emotional sind und im Gedächtnis bleiben. Wichtig ist dabei zu beachten, dass Geschichten nicht zu langatmig werden. Kurze Stories fesseln und werden eher bis zum Ende verfolgt. Ein Spannungsbogen hält die Geschichte kurzweilig und ein erkennbarer roter Faden sorgt für Übersichtlichkeit. Es ist nicht entscheidend, ob die Namen der Produkte in der Story zu sehen, zu hören oder zu lesen sind – am Ende darf natürlich die Marke nicht fehlen. Der Bezug zum Unternehmen wird sich durch die Geschichte unterbewusst festsetzen.

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