Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Alex Mayr – Key Account Manager Digital

 

Facebook ist heute eine bedeutende Plattform für Unternehmen, um das Interesse und Vertrauen möglicher Neukunden zu gewinnen und bei bestehenden Kunden präsent zu bleiben. Mit einem Beitrag zur neuen Spa-Landschaft wird zum Beispiel Aufmerksamkeit für das eigene Hotel erzeugt und der Nutzerstrom im besten Fall auf die eigene Webseite weitergeleitet. So weit, so gut. Nur blöd, dass dabei die Aufenthaltszeit eines Facebook-Users in seinem sozialen Netzwerk sinkt.

Dies wollte der Social-Media Gigant nun verhindern und hat konkrete Maßnahmen ergriffen, um den Prozess zu stoppen. Deshalb sanktioniert Facebook all jene, die Links zu externen Seiten auf Facebook posten. Beim „Bruder“ Instagram ist man bereits weiter: Dort war und ist sogenanntes „Linkbuilding“ grundsätzlich untersagt.

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Wie die Content Marketing Plattform „Shareaholic“ nun in einer Studie aufzeigt, führte der neue Kurs in der zweiten Jahreshälfte 2017 zu einem drastischen Rückgang des Webseitentraffics auf Facebook: von 30,9 auf 18,2 Prozent. Zudem hat das Social-Media-Netzwerk seit Anfang 2018 eine Änderung in seinem Algorithmus vorgenommen, die die Gratis-Sichtbarkeit von Unternehmen weiter reduziert. Diese Analyse wurde bei 250.000 Webseiten durchgeführt, die auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken vertreten sind.

Zusammenfassend: Auch wenn ein Unternehmen tausende „Follower“ auf den sozialen Netzwerken hat, riskiert es durch externe Verlinkungen einen totalen „Shut down“ des organischen Traffics auf der eigenen Webseite. Um dennoch Aufmerksamkeit zu erzeugen, gilt es, den Content auf Facebook & Co. zu integrieren. So kann eine überschaubare, aber immer noch kostenlose Sichtbarkeit erzielt werden. Über Bezahl-Beiträge kann in der Folge die Reichweite deutlich erhöht werden.

Wie immer im Leben sollte man auch im digitalen Marketing auf einen gesunden Mix achten. Bei Facebook gilt es, eine gute Strategie aus der Mischung zwischen organischen und bezahlten Beiträgen zu erarbeiten.

Grundsätzlich erachte ich es aber als sinnvoll, gute Alternativen zu sozialen Medien im digitalen Marketing-Sortiment zu führen, um in keine Abhängigkeit zu geraten. Im Vordergrund sollten dabei die eigene Webseite, deren Positionierung sowie weitere Online-Werbekanäle stehen, die die eigene Seite, die Marke und deren Produkte bewerben.