Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Max Mangifesta – Digital Marketing Manager

 

Lokal ausgerichtetes Onlinemarketing wird von vielen Betrieben – ganz besonders von Gesundheitsunternehmen und Tankstellen – vernachlässigt. Dies hat eine Studie der DAC Group Deutschland, einer Digitalagentur für Hyperlocal Marketing, gezeigt.

Es besteht Handlungsbedarf

Unternehmen vernachlässigen dabei die Standortdaten ebenso wie die Öffnungszeiten und Bewertungen auf wichtigen Plattformen. Und gerade für lokal agierende Firma ist hyperlokales Marketing sehr wichtig, denn hier bietet sich die Möglichkeit, seine Kunden gezielt zu erreichen.

Für die Untersuchung wurden insgesamt 500 Unternehmen mit über 180.000 Filialen unter die Lupe genommen und nicht nur auf lokale Werbeanzeigen überprüft. Bei den Bewertungen gab es ein erschütterndes Ergebnis von gerade einmal 1,32 von 5 Sternen.

„Die niedrigen Punktzahlen zeigen, dass den untersuchten Unternehmen die Relevanz und die Potenziale einer lokal ausgerichteten Onlinemarketing-Strategie bisher kaum bewusst sind“

erklärt Daniel Richter, Vizepräsident und Geschäftsführer der DAC Group Deutschland. Es besteht also dringend Handlungsbedarf.

Gleichzeitig wurden neben den normalen Analysen, auch alle anderen Informationen gesichtet, die über die Unternehmen im Internet zu finden sind. Dabei fanden die Experten heraus, dass gerade 13 Prozent der Firmen auf Bewertungsmanagement und lokale Werbeanzeigen zurückgreifen.

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Laut Richter liegt das Problem aber nicht in der Qualität, sondern viel mehr bei der Quantität – sprich der Pflege:

„Qualitativ sind Daten, wenn sie denn gepflegt werden, größtenteils auf einem zufriedenstellenden Niveau.“

Die Studie zeigt, dass die Datenqualität bei Google am besten ist, während Facebook und Yelp eher nachhinken. Dabei ist auffällig, dass die Unternehmensbezeichnung selten einheitlich ist und Adressen sowie Öffnungszeiten zwar vorhanden sind, aber zu 38 Prozent nicht korrekt.

Global oder hyperlokal, das ist hier die Frage

Der Gedanke an die Digitalisierung impliziert, dass alles globaler wird. Doch dem ist nicht zu 100 Prozent so: Natürlich ist durch das Internet alles nahezu immer und überall verfügbar. Doch trifft das auf alle Branchen zu?

Gerade Dienstleistungs-Unternehmen leben vom lokalen Markt. Das beste Beispiel sind Restaurants: Im Zeitalter der Digitalisierung können diese Unternehmen von lokalen Angeboten profitieren. Suchmaschinen, soziale Medien, Branchenlisten und Ads auf den unterschiedlichsten Plattformen: alles scheint möglich zu sein – angefangen beim simplen Aufkleber mit der Aufschrift: „Liken Sie uns auf Facebook!“

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