Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Max Mangifesta – Digital Marketing Manager

 

Natürlich denkt jedes Unternehmen, dass die eigene Internetseite einwandfrei läuft und bestens optimiert ist. Jedoch kann ein zweiter Blick nicht schaden, vor allem wenn die Konkurrenz besonders stark ist: eine SEO-Konkurrenzanalyse kann Aufschluss über viele Dinge geben, auch über den eigenen Stand.

Als allererstes sollte jedes Unternehmen seinen SEO-Mitbewerber kennen. Auf diese „wer“-Frage liefern verschiedene Tools die passenden Antworten. Sie zeigen aber nicht nur Unternehmen, die gleichzeitig um die vordersten Plätze kämpfen, sondern auch, welche gemeinsamen Keywords dafür verwendet werden und bei welchem Unternehmen welche Suchbegriffe besser funktionieren.

Jeder SEO-Experte sieht sich wohl als erstes den Sichtbarkeitsindex an, um zu verstehen, wer überhaupt relevant ist. Doch hier ist Vorsicht geboten: Sichtbarkeit sollte keinesfalls mit Traffic und schon gar nicht mit Umsatz verwechselt werden. Die Zahlen sollten stets hinterfragt werden. Und je mehr Quellen zu Rate gezogen werden, desto genauer sind die Ergebnisse.

Sollte sich bei einer Analyse zeigen, dass sich die Sichtbarkeit in kürzester Zeit stark verändert hat, kann dies mehrere Gründe haben – oft aber auch nur eine minimale Änderung von wenigen Keywords bedeuten. Zudem sollte man einen Blick auf die „wayback machine“ von archive.org werfen. Mit diesem Tool ist es möglich, ein Abbild der Internetseite in der Vergangenheit anzusehen. Denn ein starker Abfall der Sichtbarkeit kann auch auf ein Relaunch zurückzuführen sein.

Sobald die Konkurrenz identifiziert ist, ist es an der Zeit, zu schauen, was diese besser macht, welche Keywords sie verwendet und vor allem wo die Lücken sind, in denen man sein eigenes Produkt platzieren kann. Diese Lücken können etwa mit einer eigens dafür erstellten Landingpage gefüllt werden und bieten ein riesiges Potenzial.

Der nächste Punkt ist eigentlich selbstverständlich: die Fragen nach der Absicht der Suchenden. Und keiner weiß besser, was den Nutzer interessiert, als Google selbst. Unternehmen, die also eine Analyse der Inhalte auf der Konkurrenzseiten erstellen möchten, sollten sich an den Google-Suchergebnissen orientieren. Denn in der Regel sind die vordersten Ergebnisse auch  die relevantesten dafür. Um hier die Lücken aufzudecken, kann man einerseits händisch alle vorderen Suchergebnisse durchlesen oder ein Tool benutzen.

Der nächste Schritt wäre nun die Optimierung der bereits bestehenden Keywords und deren Ergänzung wie beispielsweise durch das Ranken mit Bildern, Featured Snippets oder Videos. Zudem sollten nun die Backlinks analysiert werden: nicht nur die der Konkurrenz, sondern auch die eigenen. Hier kommen Backlink-Tools ins Spiel, denn die guten Linkgeber der direkten Konkurrenz sind auch die der eigenen Backlinks. Sie zu finden, vor allem aber ihren Wert zu ermitteln, das ist die Aufgabe der LinkResearchTools.

All diese Ansätze sind erstmal ein guter Start, aber eben erst der Anfang. Es gibt noch weitere Ansätze, die von der Konkurrenz abzuleiten sind. Bei all den Daten und den möglichen Änderungen am eigenen SEO sollte jedoch stets ein roter Faden verfolgt werden. Alle möglichen Daten auszuwerten, ist eine gute Möglichkeit, die Konkurrenz kennenzulernen, jedoch sollte am Ende des Tages sehr genau überlegt werden, welche Änderungen erfolgen, welche Sachen ähnlich und welche ein Unternehmen anders machen möchte als seine Mitbewerber.

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