Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Manuel Strobl – Sales

 

Warenkörbe sind  ein fundamentaler Bestandteil von Onlineshops – ohne diese würden solche Shops nicht funktionieren. Doch nicht selten werden Käufe im Warenkorb abgebrochen. Was sind die Gründe dafür und wie kann man diesem Problem entgegenwirken?

Ein Warenkorb- oder Kaufabbruch ist meist entweder darauf zurückzuführen, dass das gesuchte Produkt nicht vorhanden ist, dass es nicht die gewünschte Farbe oder Größe hat, oder dass es irgendwo anders billiger zu haben ist. Der Warenkorb wird stehen gelassen, weil er oft mit einer „Merkliste“ verwechselt und dafür verwendet wird, Produkte für später abzuspeichern. Ein weiterer Grund kann sein, dass der Käufer noch unentschlossen ist oder der Gesamtpreis zu hoch ist. Auslöser für das Verlassen der Seite beim Check-out sind oft zu hohe Versandkosten, unpassende Zahlungsmethoden, eine Registrierungspflicht, ein zu langer Check-out-Prozess oder andere fehlende Kaufmotivationen.

User Experience verbessern

Um die Absprünge zu verringern, gibt es mehrere Möglichkeiten. Als erstes kann man die User Experience im Warenkorb verbessern. Dazu zählt, dass man das Produktbild und die Details im Warenkorb anzeigt, einen Link zur Produktseite bereitstellt, das Löschen und Hinzufügen von Produkten erleichtert und die Kosten inklusive Versandkosten transparent darstellt. Zudem kann ein Shop Gutscheincodes anbieten.

Außerdem sollte ein Shop Gast-Einkäufe ermöglichen, den Weg zum Kaufabschluss auf nicht mehr als 5 Schritte verkürzen, eine Prozessanzeige integrieren, die dem Nutzer die verbleibenden Schritte aufzeigt, sowie Vertrauen mithilfe von USPs, Datenschutz-Hinweisen und Trust-Symbolen schaffen.

Ein wichtiger Bestandteil, der leider oft vernachlässigt wird, ist die Optimierung des Bestellformulars. Hier gilt: weniger ist mehr. Also keine Fragen doppelt stellen, Daten sofort prüfen und validieren, falls nötig freundliche Fehlermeldungen formulieren und auf keinen Fall mehr Informationen als wirklich nötig sind abfragen.

Den Nutzer zurückholen

Den Shop zu optimieren, ist eine Sache, den Warenkorb-Abbrecher zurückzuholen, hingegen eine völlig andere. Da hat sich das Onsite Retargeting bewährt. Das funktioniert mithilfe von Pop-ups, in denen man etwa auf Vorteile oder Angebote hinweist. Als Alternative kann man dem Nutzer via Pop-up einen Rabatt für den ersten Einkauf anbieten, wenn er sich für den Newsletter anmeldet. Das ist ein guter Anreiz, den Einkauf fortzusetzen.  Sobald der Nutzer die Seite verlassen hat, gibt es weitere Möglichkeiten, um ihn an seinen noch vollen Warenkorb zu erinnern. Hier kommt internetbasiertes Retargeting ins Spiel, das immer wieder auf die verlassene Internetseite hinweist, sobald der Nutzer nach einem ähnlichen Produkt sucht.

Ebenso bewährt hat sich gezieltes E-Mail-Marketing. Der Grund dafür ist simpel: Warenkorb-Erinnerungen sind für die Empfänger wesentlich relevanter, als normale Mailings. Allerdings sollte man die rechtlichen und Datenschutz-technischen Details für solche Mailings vorher checken.