Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

So funktioniert digitales Marketing: Jenny Plank ist Social Media Manager bei Südtirol Online Marketing

 

Vor einigen Tagen hat die Plattform Instagram einen neuen Account-Typ eingeführt: das Instagram-Creator-Profil. Angesprochen werden damit vor allem Nutzer mit mehr als 10.000 Followern und einem privaten Profil oder mit einer bestimmten Kategorie eines Geschäftsprofils.

Die Funktionen des Creator-Accounts sind noch sehr ähnlich wie jene des Business-Accounts. Oder besser gesagt: Größter bisheriger Unterschied sind die Statistiken zur Entwicklung der Follower. Zum ersten Mal kann man mit ihnen nun aufschlüsseln, wie viele Nutzer pro Tag hinzugefügt wurden oder sich abgemeldet haben. Darüber hinaus können Besitzer eines Creator-Accounts noch entscheiden, welche Nutzer sie kontaktieren können und auch auf welchem Weg das geschehen soll. Das ist vor allem ein Problem von Accounts, die täglich tausende neue Follower erhalten und dadurch mit unzähligen Nachrichten und Anfragen bombardiert werden.

Auf der diesjährigen f8-Konferenz von Facebook in San Jose wurde eine weitere Innovation angekündigt. Die Funktion „Shop from Creator“ soll es Nutzern in Zukunft ermöglichen, die Produkte einer Marke direkt über das Konto eines kooperierenden Creators zu kaufen.

Das Wechseln zu einem Creator-Account ist recht einfach: Wenn Instagram die Migration bereits vorgesehen hat, erscheint am unteren Ende der Account-Einstellungen den Punkt „Switch to Creator-Account“. Wenn der Wechsel von einem privaten Profil erfolgt, wird der Punkt „Get more Tools“ eingeblendet. Drauf klicken und den Schritten auf dem Bildschirm folgen. Fertig.

Neuer Account-Typ ohne Vorurteile

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Warum hat Instagram nun neben dem normalen und dem Business Account jetzt auch noch einen Creator-Account eingeführt? Wenn man allerdings bedenkt, dass der Business-Account bisher die einzige Eintrittskarte in die Welt der Facebook- und Instagram-Werbeanzeigen war, dieser Account-Typ in letzter Zeit aber mit vielen negativen Gerüchten zu kämpfen hatte, ist es wohl kein Wunder.

Die Rolle des „Creator“ im Facebook-Universum bleibt für Außenstehende weiterhin etwas unklar. Auffällig ist, dass das Mutterunternehmen von Instagram erst vor kurzem seine „Mentions App“ für Prominente und VIPs in die „Creator-App“ für alle umgewandelt hat, bevor sie komplett eliminiert wurde. Der neue Schritt, Creator-Profile nun wieder nur bestimmten Benutzern anzubieten, scheint deshalb widersprüchlich. Die Zeit wird zeigen, was Facebook und Instagram vorhaben.

Wechsel: vorteilhaft oder nicht?

Grundsätzlich ist die Aufteilung, welcher Account-Typ für welchen Nutzer geeignet ist, ganz einfach. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Funktionen bei Facebook und seinen Tochterunternehmen am besten genauso benutzt werden, wie sie vorgesehen sind. Und so auch hier: Private Nutzer sollten einen normalen Account verwenden, während für Unternehmen ein Business-Account empfohlen wird. Der neue Creator-Account ist für Influencer gedacht, also für Personen, die mehr als 10.000 Follower haben.

Und auch wenn das Wort „Influencer“ niemals von irgendwem bei Instagram oder Facebook erwähnt werden würde, so möchte das Unternehmen den Influencern mit dem neuen Account-Typ wohl ein weiteres Tool in die Hand geben. Die neuen Funktionen sind noch überschaubar, aber das kann sich ja noch ändern.

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