Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Max Mangifesta – Digital Marketing Manager

 

Facebook befindet sich im Wandel. Einerseits sind die Werbeeinnahmen, die vom sozialen Netzwerk generiert werden, so hoch wie nie, auf der anderen Seite geht die Nutzung etwas zurück. Zahlreiche Updates haben die kommerziellen Nutzer etwas verschreckt, doch gerade jetzt können Facebook Ads besonders effektiv sein.

Werbung bei Facebook ist für die meisten Marketer eine der ersten Optionen im Social-Media-Marketing. Laut einer Umfrage von „Buffer“, die vor allem USMarketer ins Visier nimmt, investieren etwa 94 Prozent aller Befragten in Facebook-Marketing. Und da es für Marken zunehmend schwierig wird, organische Reichweite zu erzielen, stehen bezahlte Ads ganz oben auf der Prioritätenliste der Experten. Hier sollte aber mit Vorsicht agiert werden, denn nicht alles, was glänzt, ist Gold.

Die wichtigsten Tipps

Aber schauen wir uns die Werbetipps für Facebook, die der „Buffer“-Blog veröffentlicht hat, mal genauer an: Dabei handelt es sich um die zentralen Aspekte wie die Zielgruppe, das Storytelling, das Beobachten und Justieren der Kampagnen in Echtzeit und die Nachhaltigkeit der Kampagnen.

Angefangen bei der Zielgruppe ist es sehr wichtig, dass man erkennt, auf welcher Plattform sie sich bewegt, welche Sprache sie spricht und mit welchen Inhalten die Zielgruppe am häufigsten interagiert. Über solche Fragen gibt Zielgruppen-Insights bei Facebook Aufschluss. Hier liegen Angaben zu demographischen Daten oder zu den verwendeten Geräten.

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Im Bereich Storytelling gibt es 2 zentrale Optionen, um die Werbung auf Facebook zu integrieren. Zunächst sollte einige Tage lang die Marke präsentiert werden, während dann in den Folgetagen unter anderem die Produktinformationen hervorgehoben werden. Nach etwas mehr als einer Woche sollten diese Anzeigen dann mit konkreten CTA – also mit Handlungsaufforderungen – versehen werden, um die erhofften Erfolge zu generieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Beobachten und Justieren der Kampagnen in Echtzeit: Hierfür kann der Facebook-Werbeanzeigenmanager genutzt werden. Mit dieser Software können die Parameter einer Kampagne schnell und problemlos angepasst werden, ohne sie völlig neu erstellen zu müssen. Als konkrete Optionen zeigen sich dann etwa auch das Verändern des Zeitplans für die Ads oder deren Budgets.

Es ist von Vorteil, wenn die Werbestrategie langfristig ausgelegt ist. Das stärkt nicht nur den Wiedererkennungswert, sondern fördert auch eine Kampagne, die sich nachhaltig bei den Nutzern etablieren soll. Denn obwohl die Bereitschaft zur Interaktion der Nutzer das erste Ziel in Social Media ist, müssen auf Dauer auch Ergebnisse wie etwa ein Umsatz erzielt werden. Für die Vermarktung bestimmter Produkte oder Dienstleistungen ist auch die Berechnung der Summe, die ein Nutzer investieren könnte, von Vorteil.

Etwas mehr Geduld gefragt

Mit dem überholten Newsfeed bei Facebook ist nun davon auszugehen, dass dem Nutzer nur noch relevantere Ads angezeigt werden und dass womöglich die Marken vermehrt darauf achten, nicht nur Klicks generieren zu wollen, sondern zunächst Engagement und Interaktion. Demnach müssen sich die Werbetreibenden etwas geduldiger zeigen, damit die Nutzer letzten Endes auch zu Kunden werden. Vielleicht sollte Mark Zuckerbergs Verweis auf die „wertvolle Zeit“ bei Facebook wörtlich genommen werden, da er schlussendlich in Verbindung zu den Möglichkeiten der Gewinnmaximierung von Facebook steht. Allerdings können auch Unternehmen und Marketing-Experten weiterhin davon profitieren.