Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

„So funktioniert digitales Marketing“ von Alex Mayr – Key Account Manager Digital

 

Wer kennt das nicht: Man schaut sich eine Internetseite an – und dann stört diese überaus nervige Popup-Werbung. Ärgerlich! Werbung ist natürlich unerlässlich und stärkt auch die Kundenbindung, doch über die Art und Weise lässt sich streiten.

Als Vermarkter wenden wir beim größten Nachrichtenportal Südtirols eine rigide Linie an, damit der „STOL“-Leser in seinem Nutzervorgang nicht gestört wird, und der Werbekunde so längerfristig durch relevante und nachhaltige Anzeigen bei den Lesern punkten kann. Wir wollen damit das Vertrauen in Online-Werbung stärken.

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Leider sehen das nicht alle so. Störende Werbung ist weiterhin bei vielen Webseiten ein Problem und sorgt dafür, dass Nutzer sogenannte Adblocker installieren. Um dieses Thema kümmert sich nun auch Googles hauseigener Adblocker. Seit 15. Februar ist er im Google-Chrome-Browser aktiv und filtert Anzeigen heraus, die von der „Coalition for better ads“ – vom Zusammenschluss von Google, Unilever sowie Procter & Gamble – als besonders nervig und irrelevant eingestuft wurden und stark in Zusammenhang mit dem Gebrauch von Adblockern stehen.

Das klingt vorerst gut, doch man sollte die neue Strategie auch hinterfragen, denn immerhin ist Google auch die relevanteste Werbeplattform. Sicher ist: Google gewinnt weiter an Macht in der Online-Werbung. Denn: Der neue Adblocker wird keine Werbung herausfiltern, die über Google geschalten wird. Das Unternehmen versucht so, die gesamte Online-Werbeindustrie zu überwachen.

Bei der Debatte um Adblocker und relevante Ads sollte eines aber stets bedacht werden: Internetnutzer gehen ein Tauschgeschäft ein. Werbung sorgt dafür, dass das Internet weitgehend kostenlose Inhalte liefert, und im Tausch dafür bezahlen Unternehmen für ihre Ads, die dann von Nutzern konsumiert werden. Werden Anzeigen nun durch Adblocker verhindert, gefährdet das das gesamte Geschäftsmodell.