Südtirol Online Marketing – WIKU Rubrik

So funktioniert digitales Marketing: Marita Wimmer ist Leiterin der digitalen Werbeagentur Südtirol Online Marketing.

 

YouTube hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Lernwerkzeug für viele Kinder und Jugendliche entwickelt. Dies ist das Ergebnis der aktuellen  Studie „Jugend/YouTube/Kulturelle Bildung.Horizont 2019“, die der „Rat für kulturelle Bildung“ in Auftrag gegeben hat. Dafür wurden 818 deutschsprachige Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren von Februar bis März 2019 vom Meinungsforschungsinstitut IFAK repräsentativ befragt.

Das Ergebnis zeigt, dass audiovisuelles Lernen in Form von Webvideos ein normaler Bestandteil des täglichen Lebens junger Menschen im Alter von 12 bis 19 Jahren ist. YouTube ist nach Angaben von 86 Prozent der befragten Schüler und Berufsschüler ihr digitales Leitmedium und belegt somit nach WhatsApp mit 92 Prozent Zuspruch den zweiten Platz. Es folgen Instagram und Facebook mit jeweils 61 Prozent sowie Snapchat mit 46 Prozent.

Der Vormarsch von erklärenden Videos

Der Studie zufolge nutzt fast die Hälfte der Schüler erklärende Videos und Tutorials zur Unterstützung beim Lernen, als Hilfe bei Hausaufgaben oder zur Vorbereitung auf Prüfungen. Zudem wird die Videoplattform auch bei Fragen zu künstlerischen Fächern wie Musik, Kunst, Theater oder für Arbeitsgruppen wie Chöre oder Schulbands zu Rate gezogen.

Für viele der Befragten sind die Clips sogar sehr inspirierend und regen dazu an, selbst künstlerisch aktiv zu werden. Darüber hinaus wünschen sich 60 Prozent der befragten Nutzer im Zuge des Unterrichts eine kritische Bewertung von YouTube-Videos oder auch der Plattform selbst.

Immer und überall lernen

Die Studie zeigt auch, dass die Digitalisierung die klassische Bildungskonstellation radikal verändert: Unabhängige und informelle Lernpraktiken gewinnen an Bedeutung. Tutorials und erklärende Videos, die jederzeit, überall und beliebig oft angesehen werden können, entsprechen exakt den Erwartungen der Jugendlichen, die so ihren eigenen Lernrhythmus entwickeln können. YouTube macht sie flexibler.

Und obwohl YouTube in erster Linie nicht als Bildungsmedium konzipiert wurde, hat sich die Plattform unerwartet stark dahin entwickelt. „Wenn das Medium von der Schule bewusst genutzt würde, dann wäre es möglich, den Unterricht anders zu gestalten und so mehr Raum für individuelle Fragen und Reflexionen im Klassenzimmer zu schaffen“, erklärt Professor Eckart Liebau, der Vorsitzende des Fachrates.

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